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Kleinweisach - Altershausen - Pretzdorf

Die Anfänge - Der Altar - Veränderungen - Orgel.

Die Anfänge der St.-Marien-Kirche in Kleinweisach liegen im Dunkeln. Die dicken Kirchenmauern mit kleinen romanischen Fenstern im Chorturm und die Mauereinfriedung weisen für die Kirche auf eine Entstehungszeit um 1250 hin. Der Name Kleinweisach taucht zum ersten Mal im Jahr 1444 in einem Brief auf. Der Würzburger Bischof Gottfried von Limburg richtet ihn an den für Kleinweisach zuständigen Pfarrer von Burghaslach. Es geht darin um, dass sich der Nürnberger Patrizier Hans Rieter bereit erklärt habe, die „Kapelle“ wieder herzustellen.
Höchstwahrscheinlich hatten die Rieter`s damals den hinter der Kirche liegenden Hof (heute im Besitz der Familie Winkler) als Lehen des Würzburger Bischofs inne.
Mehrere Nürnberger Patrizierfamilien hatten damals im Steigerwald Besitz. Es ist anzunehmen, dass echte Frömmigkeit den Hans Rieter dazu bewegte, die Kirche in Kleinweisach wieder aufzubauen. Sicher ist, dass die Kleinweisacher Kirche die heutige Grundgestalt dem Haus Rieter zu verdanken hat: der gotische Chor mit dem schönen Gurtbogen und dem schlichten Kreuzgewölbe und das Kirchenschiff mit seinen gotischen Portalen.

Um das Jahr 1600 hatte Kleinweisach etwa ein Dutzend Herdstellen, die sich fünf Herren teilten:
• das Bamberger Benediktinerkloster Michelsberg,
• der Markgraf von Brandenburg,
• der Graf von Castell,
• die Herren von Rieter aus Nürnberg und die
• Herren von Münster aus Breitenlohe.

Immer wieder kam es zu Streitigkeiten. Im Jahr 1601 hatten die Freiherrn von Vestenberg und die Herren von Münster die Patronatsherrschaft gemeinsam inne. Beide wollten ihren Kaplan die Gottesdienste in Kleinweisach halten lassen. Da der Herr von Münster den Vestenberger daran hindern wollte, seinen Kandidaten hinzuführen, ließ er die Kirchentür sprengen. Als ein andermal dann der Freiherr von Vestenberg hoch zu Ross mit Gattin und Gefolge kam und die Kirchentür verschlossen fand, ließ seine Frau kurzerhand mit dem Beil die Kirchentür aufbrechen, damit der Vestenberger Kaplan den Gottesdienst halten könnte. Auch in unserer Gegend wütete der 30-jährige Krieg. Manche Dörfer waren ausgestorben, andere ganz verschwunden. In den Jahren 1640-1660 siedelten sich in den verwaisten Orten viele evangelische Christen an, die um ihres Glaubens willen ihre Österreichische Heimat hatten verlassen müssen. Noch heute finden sich zahlreiche Familienname die die Namen von Exulanten tragen. 1704 wurde der Kirchturm um ein Fachwerkgeschoß aufgestockt und mit einem spitzen Dach versehen. 1725 und 1763 wurde das Langhaus in schlichtesten Barockformen renoviert .

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